THP

Verbände

Gemeinsam das Berufsbild stärken

 

Immer wieder stellen sich Therapeut-en/-innen die Frage, warum sie sich einem Berufsverband anschließen sollen. 

 

Gestalten Sie Ihre berufliche Zukunft mit, werden Sie Teil der Gemeinschaft !

 

Der TPVD engagiert sich für Tierheilpraktiker:

 

Gegen die Umsetzung des neuen Tierarzneimittelgesetzes (TAMG 2022) - Gegen ein Berufsverbot !

(Es betrifft Tierheilpraktiker, Tierhalter und auch den ein oder anderen Tierphysiotherapeuten => Blutegeltherapie)

Der TPVD e.V. ist Mitglied in der Kooperation deutscher Tierheilpraktiker-Verbände e.V. (Kthp e.V.)

Die Kooperation ist die z. Zt. einzige übergeordnete Vereinigung deutscher Tierheilpraktiker-Berufsverbände.

Ihre Mitglieder sind:

Die Zielsetzung der Kooperation ist die Erhaltung und Festigung des Berufes Tierheilpraktiker inklusive der Fachrichtungen Tierphysiotherapie und Tierverhaltenstherapie sowie die gesetzliche Verankerung der Berufsbezeichnung "Tierheilpraktiker".

Die Kooperation ist eine berufsständische Vereinigung von Tierheilpraktikern, Tierphysiotherapeuten und Tierverhaltenstherapeuten.
Sie ist politisch und in Bezug auf die jeweiligen herrschenden naturheilkundlichen Schulmeinungen und Strömungen ungebunden. Sie vertritt die Interessen ihrer Mitgliedsverbände gegenüber den Behörden und gesetzgebenden Körperschaften sowie in der Öffentlichkeit.

 

Die Kooperation sieht es als ihre Aufgabe, das Bild des Berufsstandes Tierheilpraktiker in der Öffentlichkeit mit geeigneten Maßnahmen im positiven Sinne zu prägen sowie in der Öffentlichkeit die Prinzipien naturheilkundlichen Denkens und naturheilkundlicher Heilweisen zu verankern.

Die Kooperation fördert den Nachwuchs des Tierheilpraktikerstandes und die ständige Weiterbildung der praktizierenden Tierheilpraktiker. Sie stellt bei Bedarf fachkundige Beisitzer zur Kenntnisüberprüfung für ihre Mitgliedsverbände und interessierte Schulen.

 

Die Mitglieder der angehörenden Verbände unterliegen einer gemeinsamen Berufsordnung, die praktizierenden Mitglieder sind nach den jeweils gültigen Kenntnisüberprüfungsrichtlinien geprüft und unterliegen einer Fortbildungspflicht.

Die Kooperation ist offen für neue Mitglieder, denn nur in einer möglichst starken Gemeinschaft können Ziele verwirklicht werden.
Die Mitglieder der Kooperation deutscher Tierheilpraktikerverbände sind keine natürlichen Personen, sondern Tierheilpraktikerverbände. Diese werden in der Mitgliederversammlung vertreten durch die Vorstände, sowie einen Delegierten der einzelnen Mitgliedsverbände.

Interessierte Verbände können bei der Geschäftsstelle weitere Informationen für das Zustandekommen einer Zusammenarbeit bzw. Mitgliedschaft erhalten.

https://kooperation-thp.de/

07.05. - 08.05.22 – Würzburg

Seminarangebot des VfT e.V. - Fachkundenachweis „Tierseuchen“

Teilnahme der Mitglieder der Koop.-Mitgliedsverbände zum Mitgliederpreis!

 

Referent: Dr. vet. med. Heiko Schirmann

Seminarort: Würzburg 

Beginn: Samstag, 07. 05.2022

Ende: Sonntag, 08. 05. 2022 gegen 16.00 Uhr

Gebühr:

145, - € für Mitglieder

195, - € für Nicht-Mitglieder

 

Sowohl die Verordnung (EU) 2016/429 des europäischen Parlamentes und des Rates zu Tierseuchen als auch das Tiergesundheitsgesetz fordern von Angehörigen der mit Tieren befassten Berufe Sachkunde über und den Umgang mit anzeigepflichtigen Tierseuchen.

 

Wir können nicht voraussagen, ob nicht irgendwann einmal von den praktizierenden THP ein derartiger Kenntnis-Nachweis gefordert wird und dann für Sie eine prekäre Situation entsteht. Als Berufsverband sehen wir es als unsere Pflicht an Ihnen als verantwortungsbewussten und interessierten THP erforderliche Kenntnisse vermitteln und bieten aus diesem Grund zu einem günstigen Kostenbeitrag diesen Fachkundenachweis „Tierseuchen“ an.

 

Im Kurs werden die Tierseuchen, mit denen Sie als THP in Kontakt kommen können, besprochen und auch intensiv das richtige gesetzeskonforme Verhalten und Vorgehen bei Kontakt in einem Tierseuchen-Verdachtsfall. Selbstverständlich erhalten die Teilnehmer ein Handout . Der 2. Seminartag endet mit einem kurzen Wissensnachweis. Nach einem erfolgreichen Abschluss erhalten die Teilnehmer das Zertifikat "Fachkundenachweis Tierseuchen".

 

Unser Dozent Dr. vet. med. Schirmann ist berufserfahrener Amtsveterinär und HumanHeilpraktiker und wird hier Wissen sozusagen „aus erster Hand“ an Sie weitergeben.

 

Anmeldung:

 

Bis zum 25. 04. 2022 - Beim Verband freier Tierheilpraktiker e.V.

Auestr. 99

27432 Bremervörde

 

Fax. 04764-810073

info@freie-tierheilpraktiker.de

https://www.freie-tierheilpraktiker.de/

 

Die Anmeldung wird gültig nach Eingang der Seminargebühren. Überweisung des Kostenbeitrags nach Rechnungsstellung unter Angabe der Seminarbezeichnung und des Teilnehmernamens auf das Konto des

VfT e.V.:

Volksbank Sottrum

IBAN: DE65 2916 5681 0400 1753 00

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01.07. - 03.07.22 – THP Tage - Hessen Hotelpark - Hohenroda

Einladung 24. Tierheilpraktiker Tage 

Seit 1999 richtet die Kooperation deutscher Tierheilpraktiker-Verbände e. V. traditionell in der Jahresmitte einen Kongress für die Alternative Tiermedizin aus.

 

Die Pandemie hat bekanntermaßen die Planung von Veranstaltungen wie dieser erschwert – 2020 musste sie daher leider ausfallen. 2021 konnte sie zur Freude aller Beteiligten wieder stattfinden. Das war ein echtes Highlight in diesen ungewöhnlichen Zeiten. Obwohl im Sommer 2021 noch keiner vorhersehen konnte, was 2022 sein, besteht berechtigte Hoffnung, dass die THP-Tage auch in diesem Jahr wieder stattfinden werden.

 

Wir laden Sie als Tiertherapeut*in ein, diese Fortbildungsveranstaltung zu besuchen und Ihr individuelles Vortragsprogramm aus der Fülle von Angeboten zu buchen. Es ist für jede Berufsgruppe etwas dabei – ob für Tierheilpraktiker*innen, Tierphysiotherapeut*innen, Tierosteopath*nnen oder Tierärzt*innen!

 

EINLADUNG

 

ANMELDUNG

 

VORTRAGSPLAN

31.01.2022 – Pressemitteilung des BkTD e.V. zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts

Verbot der Anwendung von Human-Homöopathika

Ablehnung einer einstweiligen Anordnung zum Verbot der Anwendung von Humanhomöopathika durch Tierheilpraktiker

Das Bundesverfassungsgericht hat am 24.01.2022 eine einstweilige Anordnung zum Verbot der Anwendung von Humanhomöopathika durch Tierheilpraktiker abgelehnt. Somit ist Personen, die nicht Tierärzte sind, seit dem 28.01.2022 die Anwendung von Arzneimitteln, die nicht für Tiere registriert sind, am Tier verboten, sofern diese nicht von Tierärzten mit entsprechender Behandlungsanweisung verordnet wurden. Dies betrifft vor allem homöopathische Einzelmittel, aber auch weitere, als homöopathische Arzneimittel registrierte Mittel. Das Verbot gilt sowohl für Tierheilpraktiker*innen als auch für Tierbesitzer*innen!

Die Verfassungsbeschwerde war Anfang November 2021 von Prof. Dr. Heinrich Wolff, Lehrstuhlinhaber an der Fakultät für Rechts- und Wirtschaftswissenschaften der Universität Bayreuth, im Namen mehrerer Mitglieder des BkTD e.V. gegen den § 50 Abs. 2 des Tierarzneimittelgesetzes (TAMG) wegen „Verletzung des Grundrechts der Berufsfreiheit“ eingelegt worden. Gleichzeitig hatten die Beschwerdeführerinnen eine einstweilige Anordnung beantragt, damit dieser Teil des Gesetzes nicht wie vorgesehen am 28.01.2022 in Kraft tritt. Diese wurde nun abgelehnt. Unterstützt wird die Verfassungsbeschwerde von einem Konsortium aus 9 Berufsverbänden.

Die Ablehnung der einstweiligen Anordnung begründet das Bundesverfassungsgericht allein mit der Tatsache, dass es die Dringlichkeit einer Eilentscheidung gegen das Gesetz nicht als gegeben ansieht. Die Gründe der Beschwerdeführerinnen seien zwar gewichtig, genügten aber nicht den strengen Voraussetzungen für solch eine Entscheidung.

Der BkTD e.V. bedauert die Entscheidung und hält diese für verhängnisvoll, nicht nur für die Beschwerdeführerinnen und alle betroffenen Tierheilpraktiker*innen, sondern auch für die von ihnen betreuten Tiere und deren Besitzer. Bis zur endgültigen Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts ist nun die bis zum 27.01.2022 erlaubte homöopathische Behandlung unter Umständen schwer kranker Tiere ein Gesetzesverstoß. Eine entsprechende Behandlungsanweisung nun von einem schulmedizinisch arbeitenden Tierarzt zu erhalten, ist in den wenigsten Fällen möglich.

Demgegenüber begrüßt der BkTD e.V., dass das Bundesverfassungsgericht die Verfassungsbeschwerde weder als von vornherein unzulässig noch als offensichtlich unbegründet wertet.

Erfreut nimmt der BkTD e.V. zur Kenntnis, dass das Bundesverfassungsgericht in seiner Entscheidung bestätigt, dass die von den Beschwerdeführerinnen ausgeübte Tätigkeit als Tierheilpraktikerinnen unter den Schutzbereich der Berufsfreiheit des Art. 12 Abs. 1 Grundgesetz fällt. Die Bundesregierung hatte dies in ihrer Stellungnahme zur Verfassungsbeschwerde in Zweifel gezogen.

Weiterhin hatte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Laufe des Gesetzgebungsverfahrens zum TAMG und in der Stellungnahme zur Verfassungsbeschwerde wiederholt das Recht der Tierheilpraktiker zur Anwendung von Arzneimitteln, die nicht für Tiere registriert sind, am nicht lebensmittelliefernden Tier auch nach alter, bis zum 27.01.2022 geltenden Gesetzeslage, negiert. Diesen Vorwurf der auch bisher schon gesetzeswidrigen Handlungsweise der Tierheilpraktiker*innen entkräftete das Bundesverfassungsgericht in seiner ausführlichen Begründung.

Die endgültige Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts bleibt abzuwarten.

Weitere Informationen - Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts: https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2022/01/rs20220124_1bvr238021.html

Informationen zum Tierarzneimittelgesetz und weiterführende Links unter openpetition.de/!tamg2022

Gesetzestext: http://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&jumpTo=bgbl121s4530.pdf

Kontakt: Berufsverband klassischer Tierhomöopathen Deutschlands e. V. • info@tamg2022.de

DOWNLOAD PRESSEMITTEILUNG .PDF

DOWNLOAD TAMG-PETION .PDF

Stephanie Bielski - November 2021 Stellungnahme zum Thema

§ 50 Abs. 2 TAMG

Liebe TPVD Mitglieder,

ich freue mich eine erste offizielle Nachricht an Euch zu schreiben, leider handelt es um ein ernstes Thema. Der ein oder andere weiß es vielleicht schon.

Das neue Tierarzneimittelgesetz wurde trotz mühevoller Arbeit, Unterschriftensammlung und Gesprächen mit Abgeordneten am 04.10.2021 verabschiedet und tritt am 28. Januar 2022 in Kraft.

Es betrifft Tierheilpraktiker, Tierhalter und auch den ein oder anderen Tierphysiotherapeuten.

§ 50 Abs. 2 TAMG lautet:

„(2) Tierhalterinnen und Tierhalter sowie andere Personen, die nicht Tierärztinnen oder Tierärzte sind, dürfen verschreibungspflichtige Tierarzneimittel und veterinär-medizintechnische Produkte sowie Arzneimittel nach § 2 Absatz 1, 2 und 3a des Arzneimittelgesetzes bei Tieren nur anwenden, soweit

    1. diese von einer Tierärztin oder einem Tierarzt verschrieben oder abgegeben worden sind, bei der oder dem sich die Tiere in Behandlung befinden, und

    2. die Anwendung gemäß einer tierärztlichen Behandlungsanweisung, die die Tierärztin oder der Tierarzt für den betreffenden Fall ausgehändigt hat, erfolgt.“

 

Was bedeutet das?

Es dürfen von uns nur noch Arzneimittel angewendet werden, die ausdrücklich für Tiere, auch spezifisch für Tierarten, zugelassen oder registriert sind. Darunter fallen u.a. homöo-pathische Einzelmittel (z.B. Globuli) und Blutegel, da sie derzeit nur als Humanarzneimittel verfügbar sind.

Die Biebertaler Blutegelzucht bedauert diesen Zustand bereits, hat aber leider schon angedeutet, dass sie keine Registrierung für Tiere anstreben. https://blutegelseminare.de/tierarzneimittelgesetz-tamg/

Bisher galt dieses Gesetz lediglich für Lebensmittel liefernde Tiere (Kaninchen und Pferde, die als Schlachttiere eingetragen sind); mit dem

§ 50 Abs. 2 TAMG hat sich dies nun auf die nicht Lebensmittel liefernden Tiere erweitert.

 

In Zukunft sind also auch Hund und Katze betroffen. Das Verbot, Humanarzneimittel anzuwenden, betrifft auch Tierhalter!

„Frau XYZ“ darf ab Februar 2022 auch keine Arnika mehr für „Schnuffi“ in der Apotheke erhalten und anwenden. Für jedes Globuli und für jeden Blutegel braucht man nun einen wohlgesonnenen Tierarzt, der das Medikament verschreibt.

Wer gegen das Verbot verstößt, riskiert ein Bußgeld bis zu 30.000 EUR im Ordnungswidrigkeits-verfahren. Wer zu einer Geldbuße verurteilt wird, riskiert gleichfalls, die Erlaubnis zu praktizieren oder den Haftpflichtversicherungs-schutz zu verlieren. Die Empfehlung eines homöopathischen Mittels oder eines Blutegels für ein Tier (ohne ärztliche Verordnung) ist Anstiftung zu einer Ordnungswidrigkeit und gilt ebenso als Verstoß.

 

Wer sich nun zurück lehnt, weil er keine Blutegeltherapie anbietet und denkt: „Das geht mich nichts an. Ich bin nicht betroffen“, dem möchte ich noch folgendes ans Herz legen:

Das Tierarzneimittelgesetz (TAMG) und die Folgen sind von der Regierung bewusst verabschiedet worden. Einwände und Gespräche gab es seitens der Tierheilpraktiker-Verbände genug. Die Interessen der Tierheilpraktiker und Tierhalter wurden bewusst ignoriert. Und dies ist lediglich der erste Schritt, um die nichttierärztlichen Therapeuten abzuschaffen.

Warum schreibe ich das so ausdrücklich? Dazu folgender Ausschnitt aus einer Tierärztetagung:

„…Betrachtet man genauer, wer in Deutschland Tiere behandelt, so muss man feststellen, dass sich neben Tierärzten in den letzten 15 Jahren eine große Anzahl an Tierheil-praktikern, Physiotherapeuten, Chiropraktikern, Osteopathen, Dentisten, Tierpsychologen oder Heilern etabliert und gewerbsmäßig Tiere untersucht und behandelt. Auch Tierhalter behandeln immer häufiger ihre Tiere selbst und besorgen sich die dafür nötigen Medikamente über (Internet-) Apotheken …

Es kann nicht im Sinne des Tierschutzes sein, dass jeder Mensch – unabhängig von Fachkenntnissen – in Deutschland gewerbsmäßig Tiere behandeln darf. Deshalb sollte sich die Tierärzteschaft als berufener Schützer der Tiere umgehend um dieses Problem kümmern. Mit der Einrichtung einer Arbeits-gruppe „Tierbehandlung“ durch die BTK, deren Arbeitsauftrag es zunächst ist, das Problem der gewerblichen Ausübung der Tierheilkunde durch Nichttierärzte (Laien) in Deutschland zu bearbeiten und die am 18. Dezember 2014 ihre konsti-tuierende Sitzung in Berlin hatte, ist ein erster Schritt in diese Richtung erfolgt.“

(Verfasserin: Dr. med. vet Heidi Kübler)

Da der TPVD Mitglied der Kooperation für Tierheilpraktiker ist, habe ich das Glück in der IG-THP mitarbeiten zu dürfen, um Lösungen zu finden. Der TPVD e.V. wird die Kooperation unterstützen. Verfassungsklagen sind eingereicht. Der TPVD e.V. hat in der letzten Versammlung einstimmig beschlossen die Verfassungskläger finanziell zu unterstützen.

Ich werde Euch zeitnah informieren und bitte Euch, die Tierheilpraktiker in jeglicher Hinsicht zu unterstützen. Das Thema geht uns alle an. Denn heute sind es die Tierheilpraktiker, die eingeschränkt werden und wer ist es morgen?

Eure Stephanie Bielski

(Tierheilpraktikerin und Tierphysiotherapeutin)

2. Vorsitzende TPVD e.V.

12.11.2021 – Pressemitteilung des BkTD im Namen aller unterstützenden Verbände

 Verfassungsbeschwerde

Berufsverbot durch die Hintertür? Tierheilpraktikerinnen legen Verfassungsbeschwerde ein

Mit In Kraft treten des neuen Tierarzneimittelgesetzes (TAMG) zum 28. Januar 2022 werden die Behandlungsmöglichkeiten für TierheilpraktikerInnen stark eingeschränkt – haben diese sich auf die klassische Tierhomöopathie spezialisiert, wird ihnen die Berufsausübung faktisch unmöglich.

Am 3. November 2021 legte daher Prof. Dr. Heinrich Wolff, Lehrstuhlinhaber an der Fakultät für Rechts- und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Bayreuth, im Namen mehrerer Mitglieder des BkTD Verfassungsbeschwerde gegen das TAMG wegen „Verletzung des Grundrechts der Berufsfreiheit“ ein.

Die Verfassungsbeschwerde richtet sich in erster Linie gegen den Paragrafen 50 Absatz 2 des TAMG, der sowohl TierhalterInnen als auch TiertherapeutInnen die Behandlung von Tieren nur noch mit explizit für Tiere zugelassenen Arzneien aus der Apotheke oder mit freiverkäuflichen Arzneimitteln aus dem Einzelhandel erlaubt. Insbesondere homöopathische Einzelmittel, die häufig aus Kostengründen nur für Menschen zugelassen sind, dürfen dann bei Tieren nicht mehr ohne tierärztliche Behandlungsanweisung angewendet werden.

Bundesregierung ignoriert Einsprüche – Verbände unterstützen gemeinschaftlich

Nachdem Anhörungen, Stellungnahmen, Gutachten und eine von aktuell über 30.000 Unterzeichnenden unterstützte Petition eine Änderung des Gesetzes nicht erwirken konnten, wenden sich die BeschwerdeführerInnen nun an das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe.

 

Sie können sich dabei auf eine breite, auch finanzielle Unterstützung eines Konsortiums aus 9 Verbänden verlassen:

Berufsverband klassischer Tierhomöopathen Deutschland (BkTD) e.V., Deutsche Gesellschaft der Tierheilpraktiker & Tierphysiotherapeuten (DGT) e.V., Verband freier Tierheilpraktiker (VfT) e.V., Ältester Verband der Tierheilpraktiker Deutschlands seit 1931 e.V., Verband der Tierheilpraktiker für klassische Homöopathie (VTkH) e.V., Internationaler Tierheilpraktikerverband e.V., Artgerechte TierGesundheit (ATG) e.V., Verband energetisch arbeitender Tiertherapeuten (VETT) e.V., TPVD Tierphysiotherapie Verband Deutschland e.V.

TierhalterInnen wissen noch gar nicht, was auf sie zukommt

Tritt das TAMG in Kraft, wird es für TierhalterInnen eng, die ihre Tiere homöopathisch behandeln lassen oder selbst gerne mit Globuli unterstützen.

TierärztInnen mit homöopathischer Ausbildung gibt es in Deutschland nur wenige, TierheilpraktikerInnen mit dem Schwerpunkt Homöopathie stehen vor dem Ende ihrer Existenz. Auch TierheilpraktikerInnen mit einem breiteren Behandlungsspektrum werden durch das Gesetz stark in ihrer Behandlungsfreiheit eingeschränkt. Und das alles zum Schutz der Tiere und ihrer Gesundheit, wie es das TAMG als eine seiner Intentionen in Paragraph 1 benennt? Wohl kaum!

Die Hoffnung bleibt

Mit der Verfassungsbeschwerde stehen die Tierhomöopathinnen stellvertretend für viele KollegInnen für ihr Grundrecht auf Berufsfreiheit ein und auch für das Recht der TierhalterInnen auf freie Therapiewahl. Eine breite Unterstützung durch die Öffentlichkeit kann dieses Anliegen maßgeblich unterstützen, z. B. durch ein Mitzeichnen der noch laufenden Petition unter openpetition.de/!tamg2022.

Weitere Informationen

Informationen zum Tierarzneimittelgesetz und weiterführende Links unter openpetition.de/!tamg2022 Gesetzestext: http://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&jumpTo=bgbl121s4530.pdf Kontakt: Berufsverband klassischer Tierhomöopathen Deutschlands e. V. • info@tamg2022.de